In der Vergangenheit berichteten wir mehrfach über den öffentlichen Bücherschrank in der unteren Marienstraße. Erfreulicherweise wird er von der Bevölkerung sehr gut angenommen, unverändert könnten mehr Kinder- und Jugendbücher hineingestellt werden. Der Vorteil dieses öffentlichen Bücherschranks liegt auf der Hand: Einstellen ist ohne Bedingung möglich, Entnehmen ohne Gegenleistung. Er ist gebührenfrei und bürokratiefrei, zudem frei von sozialer Kontrolle. Leider wird der Schrank in letzter Zeit zunehmend zweckentfremdet zum Abladen von diversen Gegenständen. Unser schriftlicher Hinweis an dem Schrank zeigte keine Wirkung. Wir sind erfreut über die wertschätzende und konstruktive Unterstützung aus der Bevölkerung. So schrieb eine Bücherfreundin: „Sie haben sich ja wirklich alle Mühe gegeben, zu verhindern, dass Dinge in den Schrank kommen, die dort wirklich nichts zu suchen haben. Dennoch ist es mir heute zum 2. Mal passiert, dass ich meine Bücher nur mit Mühe unterbringen konnte. Das mittlere Regal war völlig zugestopft. Am liebsten hätte ich alles in den Abfalleimer in der Nähe geworfen. Aber das geht natürlich auch nicht. Vielleicht kann man ja noch innen zusätzlich an jedes Regal einen ins Auge fallenden Hinweis " Nur Bücher " anbringen. Ansonsten weiß ich auch nicht, wie man gegen so viel Ignoranz vorgehen kann. …“ Die Bücherschrankpaten Helge Dietrich und Dr. Matthias Salefsky kümmern sich regelmäßig um ein ordentliches Erscheinen der Regale. Die SPD fördert mit dem Bücherschrank und dem Büchertausch das Gemeinwohl in unserem Stadtteil – ein möglicher Treffpunkt sozialer und kultureller Begegnungen.