Am vergangenen Wochenende haben der SPD Ortsverein Schweinheim und die AWO Aschaffenburg gemeinsam die „Rote Bank“ in der Marienstraße offiziell eingeweiht. Sie soll ein sichtbares Zeichen gegen Gewalt an Frauen setzen und ist ein Aufruf zum Hinsehen.
Die Idee der Roten Bank stammt ursprünglich aus Italien, wo 2016 in Perugia die erste Bank aufgestellt wurde. Seitdem verbreitet sich das Symbol international. Die rote Farbe steht für die Frauen, die durch häusliche Gewalt oder partnerschaftliche Gewalt verletzt oder getötet wurden. Auf der Plakette an der Bank befinden sich lokale Hinweise und ein QRCode, wo Betroffene Hilfsangebote, Schutz und Unterstützung erhalten können. Martina Fehlner, Stadträtin und stellvertretende AWO Kreisvorsitzende betont, dass es wichtig sei, die Mitmenschen für dieses Thema zu sensibilisieren und nicht weg- sondern hinzuschauen. „Gewalt gegen Frauen ist kein Randphänomen, sondern ein gesamtgesellschaftliches Problem, dem wir öffentlich begegnen müssen. Lassen Sie uns gemeinsam dafür eintreten, dass Frauen in unserer Stadt und in unserem Stadtteil sicher leben können.“
Eine Rote Bank allein beendet keine Gewalt. Aber sie setzt zumindest ein wichtiges Zeichen.